Vortrag & Meditation:

Eltern und innere Kinder - ein Weg der Verbindung

Worum geht es?

In diesem Vortrag mit anschließender Meditation geht es darum, gemeinsam herauszufinden, wo in unserem Leben wir uns verlassen haben. Es geht darum, Verbindung aufzunehmen mit den losen Enden unserer Geschichte. Auf erwachsene Tuchfühlung mit all den Anteilen des Kindes zu gehen, wodurch du über kurz oder lang lernen kannst, dir selbst zu genügen. Du übernimmst wieder das Steuer auf dem Boot deines Lebens und tauscht Gefühle einer überfordernden Unentschiedenheit und fehlender Kontrolle mit gegenwärtiger Sicherheit und dem achtsamen Üben der Anerkennung deiner Grenzen. An diesem Abend geht es um gelebte Vergebung und um die Energie der Bedingungslosigkeit, aus der heraus sie wie von selbst geschieht.

Viele Beispiele aus meiner Erfahrung mit Menschen helfen zur Veranschaulichung, wie gemeinsames Meditieren dich in die direkte Verbindung mit dem inneren Kind bringen kann und damit in die Erfahrung einer gegenwärtigen Liebe, die du nur vergessen hast, dir selbst zu schenken.

Für wen? Für dich -
• wenn du in Verbindung mit dem inneren Kind kommen möchtest
• wenn es Zeit für dich ist zu lernen, deinen Selbstwert nicht von äußeren Dingen abhängig zu machen
• wenn Vergebung ein natürlicher Ausdruck deiner Liebe werden soll

Zu den Inhalten
Manchmal fühle ich mich leer und sonderbar verlaufen. Als würde ich andere glücklicher machen wollen, weil ich nicht genau weiß, ob ich es selber bin. Es ist ein sonderbarer Zustand, Dinge erreicht zu haben, aber nicht mich selbst. Und wenn es mir gelingt, mich nicht persönlich zu nehmen, dann nehme ich einen tiefen Atemzug und sage laut zu diesem Teil, der sich nicht reicht: „Es reicht Roland. Du genügst.“

Ich bin dann bereit zu fühlen, dass ich genüge, dass ich in Ordnung bin in meiner scheinbaren Unvollkommenheit. In diesen Augenblicken mit einfachen Atemzügen erkenne ich: Ob jemand viel oder wenig hat – der wahre Reichtum besteht darin, bescheiden genug zu sein, sich in dieser inneren Fülle anzunehmen. Einer Fülle, die frei ist davon, sich und andere zu bewerten und zu vergleichen – j und gleichzeitig großzügig genug, sich in seinem erdachten Mangel zu durchschauen, um die dahinter liegende Verletzlichkeit zu würdigen. Es gehört Mut dazu, da in dein Leben zu schauen, wo du deinen Mut verlassen hat. Denn dein Mut hat dich – wie die Liebe – nie verlassen.

Es war nur deine Vorstellung von beiden, auf denen du sitzen geblieben bist, weshalb wir im Leben nur das verlieren, was wir nicht loslassen. Vielleicht hattest du noch nicht die Kraft, als der erwachsene Mensch die Ohnmacht des inneren Kindes zu fühlen oder warst noch nicht bereit anzuerkennen, dass dich von dem inneren Kind oft nur deine unreflektierte Kindheit trennt.

Das innere Kind ist immer heil und ganz - die Geschichte, die wir mit allen Verletzungen mit unserer Kindheit verbinden – jedoch nicht. Deshalb schreiben wir in meiner Wahrnehmung erst dann Geschichte, wenn wir unsere Geschichte, unsere Geschichten hinter uns lassen. Wenn es uns gelungen ist, diese zu integrieren, anstatt sie zu verdrängen. Dazu gehört auch, freiwillig Verbindung mit deinem Trauma aufzunehmen. Mit jenen – aus verständlichen Gründen – in der Zeit eingefrorenen Anteilen, von denen uns die Liebe zeigt und ans Herz legt, dass wir heute lernen können, anders damit umzugehen. Vielleicht ist der viel zitierte Klimawandel auch ein menschlicher, weshalb viele von uns nicht zuletzt durch Corona erkennen, dass das Klima unter uns Menschen sich ändern muss. Und vielleicht muss es tatsächlich zuerst schlechter werden, bevor es besser werden kann, weil dies gegenwärtig das von uns allen in das Kollektiv eingebrannte Muster und unsere menschliche Überzeugung ist:

Wir brauchen zuerst die Not, bevor wir bereit sind, alles Notwendige tun.

Die Ausbeutung unserer Ressourcen ist im Grunde nur ein Spiegel davon, dass wir selbst uns nicht genügen. Jeder einzelne Mensch. Und das ist kein Vorwurf, sondern im Gegenteil die Aufforderung, den Vorwurf dir selbst gegenüber loszulassen, denn die menschliche Schuld hat etwas Unersättliches. Solange du dir Schuld gibst, wirst du innerlich angetrieben von dem Gefühl – nicht zu genügen. Und was sich nicht genügt, kann auf gewisse Weise nie genug bekommen. Weil es nicht weiß, wo die Grenzen liegen und damit auch nicht erkennt, wodurch und wann es sich genährt fühlt. Also berauschen wir uns alle und jede/r auf die eine oder andere Art, um uns abzulenken von dem, was wir nicht fühlen können oder wollen.

Es ist jetzt Zeit, einen tiefen Atemzug zu nehmen, denn die Dinge ändern sich, wenn du etwas änderst. Und was es an Not braucht, um diese zu wenden, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Für gewöhnlich – haben wir uns gewöhnt. Wir sagen an dieser Stelle gerne: „Ich kann es eh nicht ändern“, was ein deutliches Zeichen für unsere Betäubung ist. Wenn man genau hinschaut, richtet sich dieser Satz nach außen, er gehört jedoch nach innen: Er bezieht sich auf die Ohnmacht des Kindes – und damit auf deine Geschichte.

Stell dir vor, du würdest einfach einen tiefen Atemzug nehmen und für dich selbst darüber nachdenken, ob du diesem Kind helfen möchtest, das du warst. Du brauchst nicht einmal zu wissen, wie du das bewerkstelligen könntest, sondern nur dich nur fragen – ob du dazu bereit wärst?

Fühle dich herzlich willkommen.

Fr, 21.10.22
Beginn: 19:00 Uhr
Ende: ca. 21:30 Uhr
(Beginn Meditation ca. 20:30 Uhr)
Veranstaltungsort: Atelier Ernestine Faux- Russ, Karl-Morre-Straße 19, 8073 Feldkirchen bei Graz
Preis: 25 € Vortrag und Meditation/ 19 € Vortrag oder Meditation
Organisatorisches
Selbstverständlich halten wir uns an die aktuellen gesetzlichen COVID 19 Bestimmungen.
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