• Roland Sprung

Lebe dein Ändern - statt dein Leben zu ändern


Aktueller Text zur Österreich-Tour Januar 2019 in Wien, Klagenfurt, Knittelfeld und Graz

Liebe Freunde und interessierte Menschen,

Lebe dein Ändern – statt dein Leben zu ändern.

Vor jeder Tour werde ich gebeten, über das zu schreiben, was mich berührt. Dem komme ich hier gerne nach.

Weihnachten steht vor der Tür und damit die Überlegung: Was wollte ich eigentlich letztes Jahr anders machen? Und vorletztes Jahr und das Jahr davor? Damit es innerlicher, vielleicht etwas ruhiger für mich wird. Du weißt schon, worauf ich hinaus will. Auf das, was wir selbst glauben, unbedingt ändern zu müssen. Auf den Stress den wir uns selbst - und alle Jahre wieder befürchtet – auch andere uns machen.

Ich war gerade für meine einjährige Seminarreihe „Heal the Healer“, die im April 2019 wieder beginnt, mit genau diesem Thema „du musst dein Leben ändern“ lange beschäftigt. Im Grunde können wir uns nicht ändern, solange wir uns bei jedem Versuch dazu, in unserem Wesen zurückweisen. Es geht dabei um Verletzungen und Ereignisse, die uns „verändert“ haben weshalb sie zuerst unsere Heilung benötigen, bevor sich etwas ändern kann.

Der Titel: „Lebe dein Ändern –statt dein Leben zu ändern stimmt für mich so sehr, dass ich ihn sowohl für Heal the Healer 2019, wie auch für meine kommende Österreich Tour im Januar zum Thema mache.

Er hat – auch sehr viel mit einer grundlegend anderen Sichtweise auf das eigene Leben zu tun: Die Dinge ändern – also einfach mal ganz anders mit Ereignissen im täglichen Lebens umzugehen – um andere Erfahrungen zu machen. Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die ich gerade vor ein paar Tagen selbst erlebt habe und die gut veranschaulicht, was ich damit meine.

Meine Frau hat vor kurzem für sich entdeckt, wie heilsam gemeinsames Singen für sie ist, weshalb sie sich in einem Gospelchor angemeldet hat. Gemeinsam mit anderen hat sie einen Gospel-Workshop besucht, viel zu Hause geübt und es kam der Tag, an dem ihr Chorleiter erzählte, dass in einem großen Einkaufscenter mitten in Berlin ein sogenanntes Flashmob Gospel Konzert geplant sei. Meine Frau war aufgeregt. Ich freute mich mit ihr und wollte natürlich dabei sein.

Je näher der Tag kam, desto mehr war zu tun und am Tag des Konzerts sollte ich – nebst ein paar Aufgaben im Haushalt – noch ein Paket und ein wichtiges Einschreiben zur Post bringen. Kurz bevor ich los musste (ich war ohnehin spät dran), überschlugen sich die Ereignisse: Die Waschmaschine lief über... ich brachte in Windeseile alles in Ordnung ... rannte gestresst los ... fand mein Auto nicht gleich ... fuhr zur Post, dort standen mindestens 10 Leute in der Warteschlange ... fuhr zu einem anderen Postamt, stürmte rein, wieder eine lange Warteschlange... rannte zurück zum Auto (das Konzert sollte in 10 Minuten beginnen)... fuhr zum dritten Postamt – und auch dort standen mindestens 15 Leute an. Resigniert stellte mich in die Warteschlange und war fix und fertig.

Als ich wieder atmen konnte, dachte ich: „Ach was, der blöde Brief muss einfach warten.“ ... und rannte los, Richtung Einkaufscenter und Flashmob. Im Laufen schrieb ich meiner Frau eine SMS: "Wartet auf mich, ich bin gleich da.“ Obwohl ich schon 10 Minuten zu spät war. Dann, im Laufen, plötzlich ein Ping – die Antwort meiner Frau: „Das Einschreiben muss heute weg. Ich komme klar, bis später.“ Also lief ich wieder zurück zum letzten Postamt und als ich da ankam, standen mindestens 25 Leute in der Warteschlange. Ich war fertig. Wenn du mich in dem Moment gesehen hättest, hättest du dich vielleicht über einen Mann gewundert, der – völlig außer Atem und mit geschlossenen Augen – scheinbar aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskommt.

Als ich nach ein, zwei, Minuten wieder halbwegs bei mir war, sah ich eine junge Dame direkt vor mir stehen. Ich sprach sie an und sagte zu ihr: „Entschuldigen Sie bitte, wissen Sie, was Sie jetzt machen?“ Und ohne ihre Antwort abzuwarten, erzählte ich ihr, dass ich hier in meiner Hand ein dringendes Einschreiben habe und meine Frau nebenan ihr erstes Flashmob Gospel Konzert, was ich, obwohl es schon begonnen hat, auf gar keinen Fall verpassen will. Und ob sie so lieb wäre, mir mein Einschreiben mit aufzugeben.

Die Frau antwortete, obwohl alles recht schnell ging, in so einer beruhigenden Art, dass sie mir mit ihrem simplen „Ja, mach ich.“ dabei half, mich wieder zu entspannen. Ich drückte meiner wildfremden Lebensretterin den Brief und einen Geldschein in die Hand und als ich fast schon dabei war, mich auf dem Absatz umzudrehen, fragte sie mich, wie ich denn dann zu der Quittung komme, die ich ja sicher bräuchte? Und auch dazu gab es einen rettenden Einfall: Ich schrieb mir ihre Telefonnummer auf und sagte, dass ich mich bei ihr melden würde, falls ich den Beleg später brauche.

Erleichtert lief ich los, stürmte gefühlte fünf Minuten die Berliner Schloßstrasse entlang, um völlig außer Atem (ich bin eigentlich nicht so der große Läufer) an dem ersten Gospel Flashmob meines Leben teilzunehmen. Meine Frau und der Chor haben das toll gemacht und in der Pause erzählte ich, noch immer berührt, den anderen meine unglaubliche Geschichte. Mein „Postwunder“, denn ich selbst war mir nicht bewusst darüber, dass so etwas auch schief gehen kann, weshalb viele erst gar nicht auf die Idee kämen. Einer meiner Freunde sagte: „Das ist wieder eine typische Roland-Geschichte“. Und es stimmt: Es gibt in meinem Leben viele davon, vielleicht, weil ich oft etwas ganz anders mache.

Und – was soll ich sagen? Zum krönenden Abschluss der Geschichte stand diese Frau zwei Minuten später plötzlich neben mir und drückte mir, freundlich lächelnd und genau so entspannt wie vorhin, die Quittung und das Restgeld in die Hand, als sei es das Selbstverständlichste der Welt. Ich konnte nicht anders, als sie zu umarmen.

Wir beide, sowohl diese Frau, wie auch ich – haben etwas „anders“ gemacht, als es üblich gewesen wäre. Und wir beide haben in diesem Augenblick nicht darüber nachgedacht. Es gab keine Ängste, keine Befürchtungen darüber, was alles geschehen könnte, wenn ... Und so geschah ganz einfach das, was natürlich und menschlich ist. Etwas ganz anderes, als das, was man (auch) hätte erwarten können. Ich habe dieser Frau in der Situation nicht bewusst vertraut – und ebenso wenig habe ich ihr misstraut, sondern bin in der Sekunde einem natürlichen Impuls gefolgt.

Wenn ich jedoch jetzt darüber nachdenke, dann hat diese Situation mein Vertrauen gestärkt. Nicht mein Vertrauen in die Welt und ihre Menschen, sondern das Vertrauen in meine spontanen Entscheidungen – jenseits aller Bedenken, die ich hätte haben können. Und damit – das Vertrauen in meine ursprüngliche Natürlichkeit.

Auch wenn das für mich im eigentlichen Sinne kein Weihnachtswunder war, so wünsche ich dir unzählige davon – und viele freundliche Menschen in deinem Leben. Vor allem dich, freundlich dir selbst gegenüber. Für mich fühlt es sich so an: Wenn wir unser ungewöhnliches Wesen zur Natur gemacht haben, dann laden wir dadurch auch andere Menschen dazu ein, scheinbar Unnatürliches auf ganz gewöhnlichen Wegen in unser Leben zu bringen. Und ist es nicht erstaunlich: Wenn du bereit bist, dein Ändern zu leben, indem du dich in deinem Wesen so sein lässt, dann ändert sich alles.

Herzlich willkommen! Wenn es jetzt Zeit ist, für dich da zu sein und du das nicht nur auf Weihnachten begrenzen möchtest, dann sind meine Vorträge, Workshops und Einzel-Sitzungen sicher ein guter Anfang. Und wenn du – so wie ich, im Rahmen meiner Veranstaltungen – schon viele Jahre aus diesem Feld der unbegrenzten Möglichkeiten schöpfst, dich damit weiterentwickelst, dir dadurch das scheinbar Schwere immer leichter fällt und du Heilsames zur Anwendung in deinem Leben findest, dann bedanke ich mich an dieser Stelle herzlich bei dir: Vielen Dank für dich und dafür, dass sich unsere Wege kreuzen und bereichern. Ich freue mich auf uns, in Klagenfurt, in Graz, in Knittelfeld und Wien. Und wenn es dich ruft, ganz besonders auf dem Raunighof bei Heal the Healer 2019.

Mit friedlichen Grüssen

und Wünschen des reinen Glücks,.. Roland Sprung


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